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Segelfliegen:
(Segelfliegerklub Magdeburg e.V.)

Erster Flugzeugtest abgeschlossen

 
Der Vereinsvorsitzende Jan Braune stellt über die „Bociane“ fest: „Unsere drei Schulungsdoppelsitzer sind sehr sichere Flugzeuge, in denen der Fluglehrer einen idealen Blick auf den Flugschüler und alle Instrumente hat. Der „Bocian“ lässt sich sehr gut steuern und war stets günstig im Unterhalt.“ Bei seinen aktuellen Überlegungen zur Erneuerung des Flugzeugparks muss der Segelfliegerklub auch den Aufwand der technischen Wartung mit berücksichtigen.

„Die veralteten Flugzeuge sind zum größten Teil aus Holz hergestellt und es wird immer schwieriger, Luftfahrzeugtechniker zu bekommen, die diesen Werkstoff in den Zeiten von modernen Metalllegierungen und Kunststoff bearbeiten dürfen“, so die geprüfte Luftfahrttechnikerin des Vereins, Katrin David. Ein möglicher Ersatz könnte die ebenfalls in Polen produzierte „PW-6“ sein. Dieser Kunststoffdoppelsitzer erfüllt alle Anforderungen einer modernen Flugschulung. Mit 16 Metern Spannweite und einer hohen Kunstflugtauglichkeit ist das Flugzeug für Anfänger und Fortgeschrittene nutzbar. Der Preis von knapp 60.000 Euro ist für ein solches Fluggerät im Verhältnis gesehen auch günstig. Braune dazu: „Wir sind als gemeinnütziger Verein sehr eng an unsere finanziellen Möglichkeiten gebunden. Um die „PW-6“ anzuschaffen, müssen wir sehr genau kalkulieren, sonst könnte die Anschaffung von zwei modernen Flugzeugen schnell zu einem Himmelfahrtskommando werden.“

Er führt in diesem Zusammenhang aus, dass die Segelflieger auf eine finanzielle Unterstützung im Rahmen des Konjunkturpaketes II hoffen müssen. „Ein ganzes Jahr Segelfliegen ist günstiger als eine Woche Skiurlaub“, so Braune, „und wir wollen, dass das auch so bleibt.“ Mehrere hundert Flugschüler im Alter von 14 bis 65 Jahren hegen diese Erwartungen an den Klub für die nächsten 30 Jahre. Die jetzigen Flugtests der Segelflieger bekräftigen die Anstrengungen, einen modernen Flugzeugpark kostengünstig allen zur Verfügung zu stellen. Mit einem Abschlussbericht des Ausbildungsleiters des Vereins wird nun die Tauglichkeit der PW-6 beurteilt, bevor in den nächsten Monaten ein anderes Segelflugzeug der Prüfprozedur unterzogen wird.


Autor: jabr
Artikel vom 05.06.2009, 10:29 Uhr

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